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Cushing beim Pferd


Und was dann?

Autor: Anja Beifuss
Anja Beifuss Gesundheitscoach bei HBD Vital®
· 6 Min. Lesedauer
Drei Pferde – zwei rotbraune mit weißer Blesse und ein Schimmel – schauen über einen dunklen Holzzaun in die Kamera

Lieber in Ruhe nachlesen?

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Was ist Cushing beim Pferd

Cushing ist die häufigste Hormonstörung bei Pferden. Was genau passiert hier? 

Die Hirnanhangdrüse produziert als übergeordnete, regulierende Instanz eine erhöhte Menge an Hormonen (vor allem ACTH), so dass der komplette Hormonstoffwechsel in der Folge im Körper entgleist, insbesondere werden viel zu viele Stresshormone (Cortisol) produziert. Dies führt zu vielfältigen Symptomen, wie langes, lockiges Fell, abmagern, abmuskeln, Antriebslosigkeit, ein außer Kontrolle geratener Zuckerstoffwechsel und damit einhergehend eine erhöhte Gefahr, eine Stoffwechselrehe zu bekommen. Außerdem wird durch die permanent zu hohe Menge an Stresshormonen die Immunabwehr nicht nur im Darm deutlich geschwächt. 

Welche Pferde sind besonders betroffen?

Betroffen sind Pferde aller Rassen ab ca. einem Alter von 15 Jahren. Je älter das Pferd ist, umso höher ist seine Wahrscheinlichkeit, an Cushing zu erkranken. Leider sinkt diese Altersgrenze kontinuierlich, so dass es bereits 6–7jährige Pferde mit einer Cushingdiagnose gibt. Interessanterweise bekommen nur unsere Hauspferde Cushing, bei Wildpferden gibt es diese Erkrankung überhaupt nicht. Dies wirft die Frage nach den Ursachen für Cushing auf. 

Mögliche Ursachen für Cushing beim Pferd

Geforscht wird zu dieser Erkrankung viel, aber noch gibt es keine wirklich belastbaren Ergebnisse, mit denen die Entstehung dieser komplexen Stoffwechselstörung wirklich erklärt werden kann. Gesichert ist lediglich, dass gutartige Hypertrophierungen (Tumore, Raumforderungen) der Hypophyse diese Erkrankung auslösen können. Aber bei weitem nicht alle Pferde werden nach dem Tod untersucht, und selbst diejenigen, die obduziert werden, weisen nur manchmal diese Tumore auf. Also gibt es weitere, unbekannte Auslöser. 

Die wichtigsten Auslöser im Überblick

Da diese Erkrankung bei Wildpferden unbekannt ist, muss der Auslöser in der Fütterung, Haltung und oder Umwelteinflüssen begründet sein. Oft, aber nicht immer sind Pferde betroffen, die wenig arbeiten und viel fressen, also sich in einem dauerhaften Missverhältnis von Futterbedarf und -Angebot befinden. Oft betroffen sind aber auch Pferde, die insgesamt zu wenige Vitalstoffe über das Futter aufnehmen. Dementsprechend schlecht kann das Pferd seine vielfältigen körperlichen Abläufe organisieren. Ein erhöhtes Risiko haben ebenfalls Pferde, die eine Darmerkrankung (ein fehlbesiedeltes Mikrobiom) haben. Signifikant erhöht findet sich diese Erkrankung außerdem bei regelmäßig bzw. lückenlos geimpften Pferden und solche die insgesamt in ihrem Leben viele Medikamente bekommen haben. 

Zusammenfassend lässt sich zu den Ursachen von Cushing sagen: 

  • Gutartige Hypophysentumore 
  • Dauerhaftes Überangebot von Getreide, Kohlenhydraten und Zucker (auch aus Gras) bei gleichzeitig viel zu wenig Arbeit (das Pferd ist genetisch ein reines Lauftier) 
  • Dauerhafter, erheblicher Mangel an Vitalstoffen (vor allem bioverfügbare Mineralstoffe, bestimmte Vitamine, die das Pferd nicht selbst herstellen kann, Aminosäuren, sekundäre Pflanzennährstoffe und weitere), ein Blutbild gibt hier nicht wirklich zuverlässig Einblick in die Versorgungslage des Organismus, da nur Werte im Serum erhoben werden. 
  • Viele Impfungen, Medikamente Stress begünstigt diese Erkrankung mindestens als Triggerfaktor. 
  • Dysbiosen (Fehlbesiedelungen) im Dickdarm 

Diagnose, schulmedizinische Behandlung und ganzheitliche Ansätze bei Cushing

Üblicherweise wird Cushing festgestellt mittels eines Bluttests, bei dem die Höhe des ACTH-Wertes im Jahresverlauf erhoben wird. Bei erhöhtem Wert wird eine Ernährungsumstellung auf getreidefreies, zuckerarmes Futter empfohlen sowie zusätzlich eine Dauermedikation mit dem Wirkstoff Pergolid. Das hilft den meisten Pferden deutlich, ist aber nur eine symptomatische Behandlung. Bei einem sehr alten Pferd ist das sicherlich eine Lösung. Für jüngere Pferde, die z.B. jünger als 20 Jahre sind, sollten die Ursachen bestmöglich beseitigt werden, da sonst die Pergoliddosis ständig noch oben angepasst werden muss, und das Pferd ja noch hoffentlich viele Jahre leben kann. Irgendwann übersteigen zum einen die Kosten für das Medikament den Nutzen deutlich, und die Nebenwirkungen des Medikaments werden oft unerträglich für das Tier, so dass dann nur noch die Euthanasie bleibt. Daher sollte man, wann immer möglich, die Ursachen beseitigen bzw. minimieren

  1. Tägliche(!), ausgiebige Bewegung in allen Gangarten, möglichst viel im Gelände. Bodenarbeit und Spazierengehen ist nur bedingt Arbeit und ist somit sicher nicht ausreichend. Mindestens 1 Stunde pro Tag. 
  2. Stress so weit als möglich reduzieren, eingesperrt in eine Box mit winzigem Paddock oder auch verfolgt werden von ranghöheren Pferden in einem Offenstall zählt zu den häufigen Auslösern. Daneben aber auch zu wenig Raufutter, schlechte Qualitäten, keine oder kaum freie Bewegung, Dauerschmerzen, etc. um nur einige Stressfaktoren zu nennen.
  3. Fütterung anpassen, d.h. das Pferd nahe an seinen genetisch vorgegebenen Bedürfnissen füttern, das Pferd ist ein reiner Magergrasdauerfresser, der nicht in der Lage ist, mit größeren Zucker -und/oder Getreidestärkemengen umzugehen. Also möglichst ohne Getreide (außer Reis), ohne Zuckerzusätze, ohne Kräuter (diese können dauerhaft verabreicht, über die enthaltenen ätherischen Öle die Immunzentrale im Dickdarm zu Überreaktionen treiben) z.B. HBD’s® Vitalo oder HBD’s®EquiDietic, dabei aber vor allem vitalstoffreich, also unbedingt ein sehr gutes, organisch gebundenes Komplettmineralfutter wie z.B. HBD’s® HorseMineral MBA-frei und zusätzlich ein hochdosierter Vitalstoffomplex, wie z.B. HBD’s®Amino+. 

Ihr Pferd wird nach wenigen Wochen ganz erheblich besser aussehen und wieder Leistung erbringen können.

Entgiftung bei Cushing: Warum sie so wichtig ist

Ganz wichtig ist bei Cushing allerdings auch das Thema Entgiftung von fettlöslichen/ fettliebenden Giftstoffen, um den Körper zu entlasten. Was ist hiermit gemeint? 

Hierzu klären wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch auf. Fettlösliche/ fettliebende Giftstoffe kann der Körper nicht ausleiten. Es gibt keine Entgiftungsorgane oder - wege für diese Art Toxine. Beim Menschen auch nicht. Das heißt, diese Toxine muss der Körper irgendwo speichern. Oft speichert es diese dort, wo Fett im Körper ist, also z.B. auch im hormonproduzierenden Gewebe. Da es sich hierbei aber um z.T. schwere Giftstoffe handelt, die sich im Laufe eines Lebens im Körper anhäufen, verursachen diese Toxine (sog Summationsgiffe) oft am Ort ihrer Lagerung Probleme, z.B. oxidativer Stress wird immer entstehen, Zellschäden, Mutationen und Entzündungen. Durch umfangreiche Forschungen beim Menschen weiß man, dass diese Giftstoffe Hormonstörungen auslösen können. Es gibt beim Tier nur Forschungen bei der Katze. Dort ist bewiesen, dass z.B. die häufig auftretende Schilddrüsenüberfunktion durch Weichmacher aus den Umverpackungen des Katzenfutters ausgelöst werden kann. Warum sollte das Pferd von diesen Entwicklungen ausgenommen sein? Hier gibt es leider keinerlei Forschung.


Chelattherapie als ergänzende Maßnahme

Nach über 20-jähriger Erfahrung mit zahllosen Cushingpferden, kann man sicher sagen, dass alle Cushingpferde von einer speziellen Entgiftung dieser fettlöslichen Toxine (Chelattherapie) enorm profitieren. Bei Pferden, die noch nicht lange Pergolid bekommen, also nicht länger als 2-3 Jahre, hat man eine sehr gute Chance, dass man nach einer Chelattherapie nach und nach das Medikament unter tierärztlicher Blutkontrolle absetzen kann. Bei bereits längerer medikamentöser Therapie kann das Medikament aber mind. deutlich reduziert werden, was dann in der Folge die Kosten reduzieren kann und die auftretenden Nebenwirkungen durch das Medikament ebenfalls. Eine Chelattherapie wird beim Menschen mittels einer Infusionstherapie durchgeführt, diese ist beim Pferd aber weder erforscht noch zugelassen. 

Wir bei HBD empfehlen eine Alge, die fettlösliche Gifte im Körper binden kann (HBD’s®Chlorella Pyrenoidosa) in Kombination mit einem hochdosierten Zink-VitaminB-Komplex (HBD’s®HeparMin).

Durch diese Kombination kann Ihr Pferd eine deutliche Entlastung von Schadstoffen erleben, die mit „normalen“ Entgiftungsmitteln (Kräuter, Globuli, Artischocke, bioenergetische Verfahren) nicht ausleitbar sind. Davon kann der gesamte Organismus profitieren. Auch natürlich der aus den Fugen geratene Hormonstoffwechsel. 

Lassen Sie sich hierzu bitte unbedingt beraten. 

Ihre Anja Beifuss

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