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Die Darm-Haut-Achse – was genau ist das?


Chronische Hautprobleme beim Hund

Autor: Anja Beifuss
Anja Beifuss Gesundheitscoach bei HBD Vital®
· 6 Min. Lesedauer
Portrait eines langhaarigen Saluki mit seidigem, hellem Fell vor grünem Bokeh-Hintergrund

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Sehr viele Hunde leiden ständig oder immer mal wieder an Hautproblemen. Das reicht von leichten Auffälligkeiten wie z.B. vermehrter Schuppenbildung und teilweise trockener Haut bis hin zu schweren Ekzemen, ständigen Pilzinfektionen, wiederkehrendem Milbenbefall, offene Wunden, die sich nicht schließen, und (Dauer-)Juckreiz mit geröteter Haut. 

Die Maßnahmen der Tierärzte und Besitzer sind ebenso zahlreich wie meist auch ohne dauerhafte Heilung. Bei chronischen Problemen bleibt oft nur Cortison als Dauergabe oder auch immer wieder Antibiotika. Auch Mittel gegen Juckreiz sind ständig im Einsatz. Das ist keine lebenslange Lösung. Weder für den Hund noch für Ihren Geldbeutel!

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Chronische Hautprobleme beim Hund - Ursachen liegen im Darm

Da stellt sich mal wieder die Frage nach den Ursachen. Ein chronisches oder wiederkehrendes Hautproblem ist nie ein lokales Problem in der Haut, sondern, wie beim Menschen auch, liegen auch beim Hund die Ursachen im Darm.

Beim Menschen gibt es seit vielen Jahren eine intensive Forschungslage zum Thema Darmmikrobiom und dessen Auswirkungen auf den restlichen Organismus. Aus diesen Untersuchungen wissen wir, dass der menschliche Organismus in nahezu allen Bereichen vom Zustand des Dickdarmmikrobioms abhängt.

Gesundheit oder (chronische) Krankheit wird von der Besiedelung im Dickdarm bestimmt. Nur wenn das vielfältige, zahlreiche Dickdarmmikrobiom überwiegt, und die Anzahl von dort siedelnden Fremdkeimen (Pilze, Schadbakterien) nur sehr gering ist, geht es dem Organismus gut. Man weiß heute, dass rund 85 % aller Krankheiten, die beim Menschen auftreten können, ursächlich im Dickdarmmikrobiom entstehen.

Eine Forschungslage beim Hund ist praktisch nicht vorhanden. Aber nach über 20 Jahren Arbeit mit schwerkranken, oft austherapierten Pferden und Hunden kann ich sicher sagen, dass es nur geringfügig anders als beim Menschen ist. Sehr Vieles ist vergleichbar. Die Haut ist der Spiegel des Zustandes des Dickdarmmikrobioms.

Wie kommt es zu einer Fehlbesiedelung im Dickdarm?

Ursachen gibt es viele:

  • Antibiotika. Diese töten nicht nur Infektionskeime in einer Wunde, sondern auch gesunde Darmkeime ziemlich flächendeckend. 
  • Übermäßiger Stress. Dabei produziert der Magen über einen längeren Zeitraum mehr Magensäure als in stressarmen Zeiten. Dies lässt auch den Ph-Wert im Dickdarm fallen. Das gesunde Darmmikrobiom braucht aber ein neutrales Milieu, um gut gedeihen und sich vermehren zu können. 
  • Medikamente wie Wurmkuren, Sedationen, Narkosen, Entzündungshemmer haben negativen Einfluss auf das gesunde Dickdarmmikrobiom, aber auch auf die Schleimhäute im Dickdarm (die größte Körperoberfläche). 
  • Falsche Fütterung: 

  1. Barfen kann ein Problem sein, da viele abgepackte Barfpakete aus dem Internet leider eine gravierende Verkeimung meist mit einem Toxin -und Sporenbildner namens Clostridium Perfringens aufweisen. Die meisten Barfprodukte weisen durch den Versand leider eine unterbrochene Kühlkette auf. Das ist mehrheitlich verantwortlich für die Verkeimung.
  2. Dosenfutter ist zwar ultrahocherhitzt zur Keimabtötung im Fleisch, leider bilden die o.g. Keime Sporen aus, die weder hitze- noch kälteempfindlich sind. Nach Öffnen der Dose und im Kühlschrank bilden sich diese zügig zurück in vollständige, vermehrungsfähige Keime. Diese Verkeimung kann sich nachfolgend auch im Dickdarmmikrobiom breitmachen. 
  3. Fütterung mit Getreidebestandteilen und Zuckerzusätzen. Gesunde Darmkeime ernähren sich von Ballaststoffen, krankmachende Keime ernähren sich von Zucker und Getreidestärke. Diese Futterbestandteile fördern keinesfalls die Darmgesundheit, sondern ernähren nur Pilze und Schadbakterien, die sich bei guter Fütterung entsprechend vermehren werden zuungunsten des gesunden Mikrobioms.

Von Dysbiose zu Hautproblemen: Entzündungen, Leaky Gut und ihre Folgen

Wenn dieses Mikrobiom fehlbesiedelt ist, also weniger gesunde Darmkeime vorhanden sind, stattdessen übermäßig viele Fremdkeime, oder aber auch nur ein extrem dezimiertes gesundes Dickdarmmikrobiom (z.B. nach einer Antibiotikabehandlung), dann entsteht ganz grundsätzlich 24/7 eine Fehlverdauung im Darm. Diese Fehlverdauung führt zur dauerhaften Produktion von zu vielen Giftstoffen (Abfallstoffen). Diese reizen kontinuierlich die Dickdarmschleimhäute. Nach einigen Wochen/ wenigen Monaten wird daraus eine chronische, flächige Entzündung (Silent Inflammation). Diese testet man leider nicht im Blutbild, was es für Tierärzte nicht eben einfacher macht. Dort werden nur Akutzustände abgebildet. Diese Entzündung an den Schleimhäuten des Dickdarmes reguliert die Entzündungsneigung im ganzen Körper. Das heißt, dass bei einer Mikrobiomverschiebung im ganzen Körper dauerhaft eine erhöhte Entzündungsneigung auch z.B. in der Haut besteht. 

Außerdem entwickelt sich aus dieser Silent Inflammation ziemlich bald ein Leaky Gut, eine hochdurchlässige Dickdarmschleimhaut. Also wandern in der Folge Giftstoffe in großen Mengen aus dem Darm/ Futterbrei ins Blut und belasten den Stoffwechsel. Wenn der Hund (wie leider die meisten Hunde) an resorbierbaren, bioverfügbaren Mineral- und Baustoffen mangelernährt ist, kann der Stoffwechsel, die Leber nicht gut entgiften. Sehr oft suchen sich diese Giftstoffe aus dem Darm dann andere Wege. Das kann die Haut sein, das kann sich als Dauerdurchfall, schleimiger und/ oder extrem häufiger Kotabsatz darstellen, aber auch als chronische Leber-/ Nierenprobleme sowie als Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Die Haut ist eine gute Möglichkeit, Giftstoffe nach draußen zu schaffen. Zusammen mit einer erhöhten Entzündungsneigung entstehen die zu Beginn beschriebenen, chronischen Hautkrankheiten. Beim Ekzem kommt noch eine allergische Komponente hinzu, die ebenfalls an den Dickdarmschleimhäuten entsteht. Die gesunden Darmkeime bilden übrigens auch die Immunzentrale des Körpers. Dort sitzen 80 % aller Immunzellen des Körpers. Diese Immunzentrale wird sich durch die Situation an den Schleimhäuten im Daueralarm befinden müssen. Daraus entstehen sämtliche Allergien, auch die der Lungen, sowie Autoimmunerkrankungen. 

Hier wird also deutlich, dass eine chronische Hauterkrankung niemals nur durch eine Behandlung von außen oder dauerhaft durch Einsatz von (das Immunsystem unterdrückenden) Cortison sowie durch Antibiotikaeinsatz zu heilen sein wird. Diese Medikamente werden kurzfristig Linderung verschaffen, bei Infektionen, die drohen, sich zu einem größeren Problem zu entwickeln, müssen natürlich antibiotisch erstbehandelt werden. Eine langfristige und dauerhaft tragfähige Lösung ist das aber niemals.

Ganzheitliche Therapieansätze für eine gesunde Darm-Haut-Achse

Was also ist zu tun? 

Zu empfehlen wäre die Kontaktaufnahme zu uns bei HBD, da wir sehr viel Erfahrung mit ursächlich wirksamen Maßnahmen (Darmsanierung, Entgiftung, Ernährungsumstellung) haben. Gerne stelle ich Ihnen einen Maßnahmenplan zusammen und begleite Sie, bis der Hund wieder vollständig fit ist. Entscheidend ist vor allem bei dieser Betreuung durch uns, dass wir bei einem Speziallabor (bitte lassen Sie sich bei der Laborauswahl unbedingt von uns beraten) eine Kotprobe Ihres Hundes untersuchen lassen, da ein Maßnahmenplan immer individuell ist je nach dem vorliegenden Problem.

Für eine Sofortmaßnahme empfehle ich eine Fütterungsumstellung auf eine Monoproteinquelle wie Strauß, Pferd oder Ziege, alternativ übergangsweise ein Sensitivtrockenfutter ohne Getreide, ohne Zuckerzusätze und ohne Kräuter, der Einsatz dieser Komponenten würde sämtliche Bemühungen um das Mikrobiom konterkarieren. 

Außerdem bieten sich für eine Erstbehandlung des Hundes bis zur genauen Klärung des Problems mittels Kotprobe Folgendes an: HBD’s®DigestoVit Dog sowie HBD’s®DogMineral.

Alles Weiter würde ich gern mit Ihnen in einem kostenfreien Kurzgespräch klären.

Herzlichst

Ihre Anja Beifuss

Dipl. -Ing. (FH)

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