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Chronische Leberprobleme beim Pferd oder Hund


Die Darm-Leber-Achse

Autor: Anja Beifuss
Anja Beifuss Gesundheitscoach bei HBD Vital®
· 6 Min. Lesedauer
Ein Pferd und ein rot-weißer Hund kuscheln Kopf an Kopf an einem Holzzaun

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Warum chronische Leberprobleme oft nicht ursächlich behandelt werden

Viele Pferde/Hunde haben chronische Leberprobleme, ohne dass eine Ursache gefunden werden kann. Diese Tiere sind Dauerpatienten beim Tierarzt, verursachen extreme Kosten, werden immer wieder oder dauerhaft entgiftet mit den unterschiedlichsten Präparaten. Beim Hund kommt zusätzlich noch oft eine Bauchspeicheldrüsen- und /oder Gallenproblematik hinzu. Endlose, über Jahre stattfindende Bluttests ohne finale, ursächliche Lösung sind die Regel. 

Die Tiere sehen oft auch schlecht aus, sind mager und schlecht bemuskelt, da die Leber nicht nur Entgiftungsorgan Nr. 1 ist, sondern auch die Muskulatur mit Glykogen und Muskeleiweiß versorgt. Da aber die Reinigung des Körpers von Giftstoffen bei jedem Organismus immer Priorität haben muss, die Kapazität der Leberleistung aber endlich ist, wird die Muskulatur kaum oder auf jeden Fall nur nachgelagert und meist unzureichend mit Bau- und Arbeitsstoffen beliefert. Daher machen alle leberkranken Tiere einen schlechten Gesamteindruck und sind unzureichend bemuskelt. Pferde bringen wenig oder keine Leistung. Sie sind einfach nicht dazu in der Lage. Entgiftungen bringen, wenn überhaupt, nur kurzzeitig Entspannung, da die Ursache für die Toxinflut an der Leber meist nicht hinterfragt oder schlichtweg nicht gefunden wird. Solange aber die Ursache nicht gefunden wird, ist das Problem nur kosmetisch behandelbar! 

Nach fast 25 Jahren intensiver Arbeit mit schwer stoffwechselgestörten Tieren können wir aus Erfahrung sagen, wenn alle „normalen“ Quellen für Toxine, wie z.B. schlechte Qualitäten beim Raufutter oder Stroh, Schwermetallbelastungen durch entsprechend behandelte Stallwände (Holzschutzmittel, Formaldehyd, etc.) oder mit Schwermetallen belastetes Heu sowie eine Kontrolle auf Leberegel durch den Tierarzt oder bei Pferd und Hund der exzessive Einsatz von Medikamenten keine Ursache ergeben, sollte man den Darm in den Focus nehmen. 

Bis heute wurde nicht intensiv am Mikrobiom des Pferdes/ Hundes geforscht, so dass es keine belastbaren Studien gibt, die als Wissen in der tierärztlichen Ausbildung oder für Labore dienen könnten. An den Darm und den Zustand des Mikrobioms denkt eigentlich kaum Jemand. Dieses Mikrobiom und dessen Zusammensetzung ist aber in der Regel der Schlüssel für chron. Probleme, z.B. auch und gerade an der Leber.

Das Wasserzeichen unseres HBD Vital Logos

Die Darm-Leber-Achse: Wie das Mikrobiom die Leber beeinflusst

Um den Zusammenhang zwischen Mikrobiomzustand und Lebergesundheit zu verstehen, müssen vorab einige Basics über das Mikrobiom und seine zentrale Rolle für Ganzkörpergesundheit erläutert werden: 

Ein Organismus ist immer dann besonders gesund und abwehrbereit, wenn der Dickdarm des Tieres möglichst viele gesunde Darmkeime und möglichst viele verschiedene Arten beheimatet. Auch ist dann die Abwehrbereitschaft des Körpers maximal, da die Immunzentrale des Körpers auf den Dickdarmschleimhäuten sitzt und mehrheitlich durch ebendiese gesunden Darmkeime gebildet wird. 

80 % aller Immunzellen des Körpers sitzen im Dickdarm. 

Wir bei HBD befassen uns seit vielen Jahren intensiv mit ursächlichen Lösungen bei z.B. chronischen Leberproblemen. Das Mikrobiom unserer Tiere erfährt im Laufe eines Lebens unterschiedlichste Belastungen, z.B. durch zu viel Getreide oder Zucker im Futter. 

Das Pferd ist ein reiner Magergrasdauerfresser, der Hund ein Carnivore, der allmählich aber zum Omnivoren wird, nach 20.000 Jahren Zusammenleben mit dem Menschen. Kohlehydrate und Zucker können Pferd und Hund nur schlecht bis kaum rückstandslos verdauen. Stress und damit einhergehend eine größere Säureproduktion im Magen führt auch bei Pferden/Hunden zu ph-Wertverschiebungen im Dünn- und Dickdarm. Dadurch verändern sich die Lebensgrundlagen für gesunde Darmkeime im Dickdarm drastisch. 

In anderem als neutralem Milieu können sich gesunde Darmkeime nur schlecht gegen die Konkurrenz von Schadkeimen behaupten. Sie nehmen in der Folge zahlenmäßig ab und Schadkeime breiten sich aus. Auch können viele Medikamente, wie z.B. der Einsatz von Antibiotika, Wurmkuren, Schmerzmittel, Sedationen oder Entzündungshemmern dem Mikrobiom sowie seiner Zusammensetzung und Anzahl der Keime zusetzen. Beim Pferd spielt oft als Ursache verkeimtes Heu oder Tränkwasser eine weitere entscheidende Rolle bei der Entstehung von Fehlbesiedelungen im Mikrobiom. 

Beim Hund spielen oft auch Fütterungsfehler, z.B. Barfen oder Dosenfutter, neben Medikamenteneinsatz die zentrale Rolle. Beim Barfen gelangen trotz großer Sorgfalt bei der Auswahl der Futterkomponenten oft große Keimmengen in den Hundedarm, die das Mikrobiom belasten können. Leider etablieren sich Mikrobiomverschiebungen (Dysbiosen) immer dauerhaft, ohne dass der Organismus diese von selbst ausheilen könnte.


Folgen der Dysbiose und konkrete Maßnahmen zur Darmsanierung

Eine Dysbiose bedeutet leider immer, dass die Verdauung nicht mehr normal abläuft, da nicht genügend gesunde Darmkeime vorhanden sind. Das kann man an direkten Darmsymptomen, wie Kotwasser, Blähungen oder Koliken beim Pferd, aber auch dauerhaftem Durchfall, schleimigem oder säuerlichem Kot beim Hund sowie exzessivem oder wiederkehrendem Grasfressen bemerken. 

Allzu oft sind diese Symptome aber nicht vorhanden, so dass der Darm nicht in den Fokus des Betrachters gerät. 

Wenn eine Dysbiose vorliegt, produziert der Darm ständig zu viele Giftstoffe, die natürlich nicht nur mit dem Kot ausgeschieden werden, sondern leider auch während der Darmpassage großflächig die Schleimhäute im Dickdarm reizen, entzündlich machen (Silent Inflammation) und in der Folge erhöht durchlässig (Leaky Gut). Diese erhöhte Durchlässigkeit der Dickdarmschleimhaut führt zu einem beständigen erhöhten Zustrom von Giftstoffen ins Blut und damit zur Entgiftungsstation Leber. Diese ist dann dauerhaft stark belastet. Hier ist die Ursache für chronische Leberprobleme bei Pferd und Hund zu finden. 

Es empfiehlt sich eine mikrobiologische Untersuchung des Kotes machen zu lassen. Bitte nicht in einem beliebigen Labor. Da nicht geforscht wird, haben auch die Labore kaum belastbare Daten bzw. Referenzwerte, was genau und wie umfassend untersucht werden muss.

Bitte kommen Sie gerne auf uns zu, wir helfen Ihnen, ein geeignetes Labor zu finden. 

Hilfreich ist als erste Maßnahme bei Pferd und Hund, zunächst einmal die Getreidestärke und alle Zuckerzusätze aus der täglichen Futterration zu streichen. Schadkeime jeder Art ernähren sich von diesen Futterbestandteilen. Auch auf Kräuter sollte verzichtet werden, da diese die Darmschleimhaut reizende ätherische Öle enthalten. 

Gesunde Darmkeime ernähren sich nur und ausschließlich von Ballaststoffen und Rohfaser. Auch ist eine hochwertige, bioverfügbare Mineralstoffversorgung zwingend, damit der Körper über adäquate Baustoffe überhaupt verfügen kann, um körperliche Funktionen zu normalisieren. Auch kann Entgiftung nur gelingen, wenn genügend Baustoffe wie z.B. Zink und B-Vitamine verfügbar sind. 

Ideal einsetzbar ist hier HorseMineral MBA-frei sowie DogMineral. Auch kann man als Erstmaßnahme für Pferde DigestoVit® Forte (hier können Fremdkeime zuverlässig gebunden und ausgeschieden werden) sowie als Schleimhautschutz DigestoPhlog geben. 

Für den Hund entsprechend DigestoVit® Dog und DigestoPhlog Dog. 

In aller Regel zeigen sich die Tiere nach einigen Tagen bereits besser im Allgemeinbefinden und nach ca. 4 Wochen im Gesamteindruck deutlich verbessert. Bis sich das an den Leberwerten im Blutbild zeigt, dauert dies meist mind. 2-3 Monate. 

Eine Darmsanierung ist allerdings eine längere Prozedur und nimmt sicherlich 8 – 12 Monate in Anspruch. Wir stehen Ihnen gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und begleiten Sie, bis Ihr Tier wieder fit ist. Wir freuen uns sehr auf Ihre Kontaktaufnahme. I

Wir stehen Ihnen gerne jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und begleiten Sie, bis Ihr Tier wieder fit ist.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Herzlichst

Ihre Anja Beifuss

Dipl. -Ing. (FH)

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