Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Headshaking, Shivering, Depressionen, unkontrolliertes Verhalten, Hysterie, Schmerzen, chronischer Juckreiz beim Pferd


Antworten liefert die Darm-Hirn-Achse des Pferdes

Autor: Anja Beifuss
Anja Beifuss Gesundheitscoach bei HBD Vital®
· 6 Min. Lesedauer
Drei Pferde stehen bei Sonnenuntergang auf einer Weide, im Vordergrund liegen mehrere rotbraune Hunde im Gras

Lieber in Ruhe nachlesen?

Diesen Fachbericht gibt es auch als PDF zum Herunterladen.

Jetzt downloaden

Die Darm-Hirn-Achse beim Pferd: Verbindung zwischen Darm, Nervensystem und Gesundheit

Alle Pferdebesitzer und auch Fachleute wie Tierärzte und Tierheilpraktiker sind meist völlig hilflos angesichts der oben genannten Erkrankungen und Auffälligkeiten eines Pferdes. 

Es gibt bis dato keine Therapien oder Ursachenforschung zu diesen Themen. Belastbare Antworten findet man aber tatsächlich im Darm des Pferdes. Dieser, genauer gesagt, die Dickdarmschleimhaut ist direkt verbunden mit dem Gehirn und allen Nervenfasern im gesamten Pferdekörper. Dies wurde nun endlich auch durch erste, vorsichtige wissenschaftliche Forschungsergebnisse der TIHO Hannover, Immunologie, Prof. Schuberth aus 2018 untermauert. Ansonsten gibt und gab es kaum bis keine Forschungsarbeiten das Mikrobiom des Pferdes betreffend. Allerdings gibt es schon lange Antworten beim Menschen, da dort seit ca. 30 Jahren außerordentlich viel geforscht wird. 

Durch meine fast 25-jährige Arbeit mit sehr vielen Pferden, die die o.g. Auffälligkeiten aufweisen, kann ich sicher sagen, die Ursachen und die Symptome stellen sich sehr ähnlich dar wie beim Menschen. Um die Darm-Hirn-Achse zu verstehen, muss man den Aufbau und die Bedeutung/Organisation des Mikrobioms im Dickdarm genauer betrachten: 

Der Dickdarm ist die große Gärkammer des Pferdes, in der Billionen von gesunden Darmkeimen den Abbau von schwer verdaulichen Nahrungsbestandteilen wie Cellulose/Rohfaser durch Fermentation betreiben. Rohfaser ist hierbei die Hauptnahrungsquelle der gesunden Dickdarmkeime. Diese produzieren bei der Verarbeitung kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, Acetat und Propionat. Diese kurzkettigen Fettsäuren wiederum sind die Hauptenergiequelle der Schleimhautzellen im Dickdarm und stellen dem Organismus lange verfügbare Energie bereit. Außerdem befindet sich die Immunzentrale des Körpers (80% aller Immunzellen) auf der Dickdarmschleimhaut und koordiniert von dort aus die Abwehr des Organismus. 

Ein Organismus Pferd, Mensch oder auch Hund ist immer dann besonders gesund und abwehrbereit (immunkompetent), wenn er besonders viele Darmkeime in seinem Dickdarm beheimatet und eben dieses Mikrobiom besonders viele verschiedene Darmkeimarten aufweist. Nun befindet sich rund um den Darmschlauch ein zweites Gehirn, das sog. Darmhirn oder Enterisches Nervensystem, welches vielfältige Aufgaben im Körper hat und weitgehend autonom arbeitet vom Kopfhirn. Das dicht gepackte Nervengeflecht mündet einerseits in die Schleimhaut des Dickdarms und innerviert diese. Das andere Ende dieser Nervenfasern mündet überall in den Körper, vor allem aber in den Rücken, das Becken, den Lendenwirbelbereich, die Beine und Hals-/Schulterbereich sowie in den Kopf und die Haut. 

So viel zur Anatomie.

Das Wasserzeichen unseres HBD Vital Logos

Ursachen: Wie eine Dysbiose im Darm entsteht

Den Anfang der oben beschriebenen Probleme/Erkrankungen/Auffälligkeiten bildet die Schädigung des Mikrobioms des Pferdes, d.h. die Anzahl der Darmkeime und/oder deren Artenvielfalt wurde in der Vergangenheit deutlich dezimiert, z.B. 

  • durch den Einsatz von Antibiotika, Wurmkuren, Sedationen, Entzündungshemmern
  • durch Stress wiederholt oder chronisch (bei Stress produziert das Pferd viel zu viel Magensäure, diese verändert nachhaltig den ph-Wert im Dickdarm, was wiederum die Lebensbedingungen des Mikrobioms drastisch verschlechtert.)
  • durch zu wenige oder zu unregelmäßige Raufuttergaben
  • durch qualitativ schlechtes oder qualitativ stark wechselndes Raufutter
  • durch verkeimtes Tränkwasser
  • durch zu viel Getreide/Zucker/Kräuter in der Fütterung. 

Das Mikrobiom wird durch o.g. Ursachen dezimiert, sowohl in der Anzahl als auch in der Artenvielfalt. Dann können sich andere Keime stattdessen im Dickdarm ansiedeln und vermehren. 

Es ist völlig normal und gesund, dass auch Problemkeime lebend den Dickdarm erreichen müssen, um als Trainingspartner für Immunzellen zu dienen. Wenn diese aber im Dickdarm auf eine Situation treffen, die Ihnen die Ansiedlung erlaubt, werden diese Keime sich dort festsetzen und vermehren. Auch wenn dann irgendwann besser gefüttert wird, das Pferd weniger Stress hat, kein Antibiotikum mehr gegeben wird, hat sich in der Regel schon nach sehr kurzer Zeit (einige Wochen) eine Fehlbesiedelung (Dysbiose) etabliert, die auch bei besten Haltungs- und Fütterungsbedingungen nicht mehr von selbst verschwindet. 

Dieser Zustand kann sich über Jahre oder meist sogar lebenslang im Pferd halten, wenn nicht gezielt etwas dagegen unternommen wird.

Auswirkungen auf den Körper: Schmerzen, Verhalten und Stoffwechselprobleme

Diese Dysbiose sorgt zügig für eine gestörte Verdauung, weil weniger gesunde Darmkeime die Verdauung regeln. 

In diesem Zustand produziert der Darm deutlich mehr Giftstoffe als normalerweise. Es überwiegen Gärprozesse oder auch Fäulnisprozesse. Diese Giftstoffe reizen die Schleimhäute, machen sie nach wenigen Wochen entzündlich (Silent Inflammation) und in der Folge erhöht durchlässig (Leaky Gut) für Giftstoffe aller Art, die dann unkontrolliert ins Blut strömen. Dies führt oft zu chronischer Hufrehe oder chronischen Leberproblemen, sowie Allergien. 

Immer aber führt diese Silent Inflammation auch zu einer vermutlich schmerzhaften Entzündung der die Dickdarmschleimhaut innervierenden Nervenfasern. Diese sind dann ebenfalls schmerzhaft entzündlich. Und dies natürlich nicht nur im Bereich der Schleimhaut, sondern auch im ganzen Rest des Körpers überall dort, wo diese Nervenfasern einmünden. 

Nervenfasern sind Überträger von Informationen, auch von Schmerzinformationen. Es gibt Pferde, die vorne lahmen wegen des Zustandes des Mikrobioms. Es gibt Pferde, die deswegen tatsächlich am ganzen Körper Schmerzen haben können. Diese Tiere zeigen ein ausgeprägtes Schmerzgesicht und multiple Rittigkeitsstörungen. Auch Bewegungsstörungen oder Juckreiz sind an der Tagesordnung. 

Ein weiterer Trigger kommt hinzu: Das Dickdarmmikrobiom produziert normalerweise einige Vitamine selbst durch Fermentation von Rohfaser. Dazu zählen Vitamin C, Biotin und der gesamte Vitamin-B-Komplex. B-Vitamine spielen aber als Nervenfutter für die Nervenzellen eine zentrale Rolle. Wenn B-Vitamine fehlen, kann der Nervenapparat nicht adäquat arbeiten. Es kommt zu psychischen Auffälligkeiten. Die oben beschriebenen Schmerzzustände werden deutlich verstärkt. Vitamingaben machen kaum Sinn, da diese ausschließlich synthetisch gecoatet in diversen Futtermitteln angeboten werden, was die Bioverfügbarkeit um bis zu 95 % herabsetzt. Die Dosierung muss schon sehr hoch sein, um eine Wirkung zu erzielen. Das löst trotzdem das ursächliche Problem des Dickdarmes nicht.


Therapieansatz: Darmsanierung als Schlüssel zur Verbesserung

Hier kann nur eine individuelle und zielgerichtete Darmsanierung plus evtl. Entgiftung helfen. 

Als Basis für eine erfolgreiche Darmsanierung muss hierzu immer die Ernährung umgestellt werden:

  • frei von Getreide
  • frei von Zuckerzusätzen 
  • frei von Kräutern
  • frei von Synthetika
  • mineralstoffreich in einer ausschließlich bioverfügbaren Form. 

Eine Darmsanierung ist immer individuell. Es gibt nicht die Darmsanierung für alle.
Als Basis kann man sofort beginnen mit: 

  • EquiDietic mit Reis 
  • HorseMineral MBA-frei 
  • DigestoVit® 
  • DigestoPhlog. 

Diese Kombination bringt in den allermeisten Fällen innerhalb von Tagen bereits eine deutliche Verbesserung. Allerdings ist es dennoch sinnvoll, eine Kotprobe in einem ausgewählten Labor untersuchen zu lassen (bitte lassen Sie sich hierzu beraten), um zielgerichtet das individuelle Problem angehen zu können. 

Ich berate und betreue Sie, bis die Probleme Ihres Pferdes abschließend im Griff sind.

Alles Weiter würde ich gern mit Ihnen in einem kostenfreien Kurzgespräch klären.

Herzlichst

Ihre Anja Beifuss

Dipl. -Ing. (FH)

Produktempfehlungen die zum Fachbericht passen

Produktgalerie überspringen
HorseMineral MBA-frei Pulver
Inhalt: 10 kg

Inhalt:
10 kg (17,00 €* / 1 kg)

Varianten ab 71,99 €
Regulärer Preis: 169,99 €
Details
HorseMineral MBA-frei Pellets
Inhalt: 10 kg

Inhalt:
10 kg (17,00 €* / 1 kg)

Varianten ab 16,99 €
Regulärer Preis: 169,99 €
Details
Aktion
HorseMineral
Inhalt: 10 kg

Inhalt:
10 kg (15,10 €* / 1 kg)

Varianten ab 67,99 €
Regulärer Preis: 150,99 €
Details
HorseMineral SELEN light, MBA-frei Pellets
Inhalt: 10 kg

Inhalt:
10 kg (17,00 €* / 1 kg)

Varianten ab 71,99 €
Regulärer Preis: 169,99 €
Details
Vitalo mit Reisfuttermehl
Inhalt: 10 kg

Inhalt:
10 kg (2,30 €* / 1 kg)

Regulärer Preis: 22,99 €
Details
%
EquiDietic mit Reisfuttermehl
Inhalt: 15 kg

Inhalt:
15 kg (2,82 €* / 1 kg)

Verkaufspreis: 42,29 € Regulärer Preis: 46,99 € (10% gespart)
Details
EquiGlyk Pferdemüsli
Inhalt: 15 kg

Inhalt:
15 kg (2,13 €* / 1 kg)

Regulärer Preis: 31,99 €
Details
DigestoVit® Forte
Inhalt: 2 kg

Inhalt:
2 kg (64,00 €* / 1 kg)

Regulärer Preis: 127,99 €
Details
DigestoVit® ohne Bierhefe
Inhalt: 2 kg

Inhalt:
2 kg (53,50 €* / 1 kg)

Regulärer Preis: 106,99 €
Details
DigestoPhlog
Inhalt: 2 kg

Inhalt:
2 kg (75,00 €* / 1 kg)

Regulärer Preis: 149,99 €
Details