Entwurmen jetzt?
Was tun mit empfindlichen Pferden
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Wurmkuren sind wichtig und richtig. Im Herbst/ Winter ist es sinnvoll eine Wurmkur zu geben, die auch Bandwürmer und Magendasseln mit abdeckt, da Bandwürmer von der Herbstgrasmilbe übertragen werden, also sollte entwurmt werden, wenn die Pferde endgültig für dieses Jahr nicht mehr auf der Weide stehen. Magendasseln sollte man im ersten Frost entwurmen.
Mögliche Nebenwirkungen und Risiken einer Entwurmung?
Leider gibt es aber immer wieder Pferde, die mit Durchfall, Kotwasser (manchmal auch dauerhaft) oder sogar mit leichten Reheschüben auf eine Wurmkur reagieren.
Es kann ein Weg sein, diesen Pferden so weit als möglich Wurmkuren zu ersparen, indem regelmäßig bei einer anstehenden Wurmkur zunächst bei den betroffenen Pferden (immer mehrere) Kotproben entnommen werden, um festzustellen, ob eine Wurmkur überhaupt notwendig ist. Falls dies der Fall ist, kommt man um eine potente, chemische Wurmkur nicht herum.
Alle Versuche, dies mit Kräutern oder anderen alternativen Maßnahmen durchzuführen, werden nicht wirklich von Erfolg gekrönt sein. Unsere Hauspferde stehen auf zu kleinen Flächen in zu dichten Beständen, als dass eine Verwurmung, auch bei hoher Weidehygiene, zuverlässig dauerhaft verhindert werden könnte.
Manche Pferde reagieren auf eine chemische Wurmkur empfindlich, da letztlich Gifte verfüttert werden müssen, um die Parasiten wirksam abzutöten. Diese Gifte bleiben in Ihrer Wirkung nicht nur auf den Darm beschränkt, sondern wandern auch in kleinen Mengen durch die Darmschleimhäute ins Blut und gelangen zur Entgiftungsstation Leber. Diese kann mit diesen Giftstoffen aus der Wurmkur belastet werden.
Außerdem ist die Darmpassage beim Pferd mit 2 - 3 Tagen sehr lang, es entstehen durch die sofort einsetzende Verwesung der Darmparasiten Leichengifte im Darm, die ebenfalls durch die Darmschleimhäute resorbiert und zur Leber geschickt werden und diese mehr oder minder massiv (je nach Verwurmungsgrad) belasten können.
Unterstützung für empfindliche Pferde: Toxinbinder als Schutz
Für ein (darm- und stoffwechsel-) gesundes Pferd ist eine chemische Wurmkur völlig unproblematisch und mit keinerlei Risiken verbunden. Aber für Pferde, die bereits vorbelastet sind, z.B. durch Kotwasser, Blähungen, Fehlbesiedelungen im Darm, dauerhafte, wiederkehrend schlechte Leberwerte, Allergien, frühere Futterrehen etc. kann eine Wurmkur problematisch werden. Diese Pferde haben alle eine bereits vorgeschädigte Schleimhaut im Dickdarm.
Für diese Pferde kann es sehr sinnvoll sein, eine Wurmkur mit einen wirksamen Toxinbinder wie HBD’s® MYTOX zu begleiten. Mytox kann sowohl die Leichengifte aus den toten Würmern als auch die Chemikalien aus den Wurmkuren binden, ohne die Wirkung zu beeinträchtigen. Auch schützt Mytox vor Schädigungen an den Darmschleimhäuten durch die entstehenden Giftstoffe im Darm (Silent Inflammation, Leaky Gut).
Auch sollte das Problem ursächlich durch eine Darmsanierung behoben werden.
Dosierungsanleitung HBD’s® Mytox: Beginnen sollte man einen halben Tag vor der Wurmkurgabe und dies dann 2 x täglich bis 4 Tage nach der Wurmkur weitergeben. 10 - 15 g HBD’s® Mytox je 100 kg Körpergewicht/Tag. Also für ein 500 kg schweres Pferd täglich 50 - 75 g Mytox in täglich 2 Portionen für 4,5 Tage. HBD’s® Mytox gibt es zur Wurmkurbegleitung auch in der 500 g-Packung.
Falls weiterer Beratungsbedarf besteht kontaktieren Sie mich gerne.
Herzlichst
Ihre Anja Beifuss
Dipl. -Ing. (FH)